Heute ist der 2. Saatmond 22 n.B.

67 Die Entzweiung

68 Und wie die Menschen unterschiedliche Auffassungen über das Recht und das Unrecht so waren sich auch die Götter uneinig.

69 Riasion und Riasina wurden zu Erzfeinden.

70 Und weil sie sich stritten über die ganze Tagnacht, stellte sich Riason zwischen seine Eltern und fortan schied die Dämmerung die beiden.

71 Der Tag gehörte fortan Riasion und die Nacht Riasina.

72 Und so die Menschen das Feuer des Kampfes erloschen sahen durch die Dämmerung so riefen sie zu Riason als Gott der Gerechtigkeit.

73 Riaplot war enttäuscht von den Menschen.

74 Hatte er sie nicht immer versorgt und genährt?

75 Sie dankten es ihm, indem sie sich und seinen Körper zerstörten.

76 So ließ er das Land rau und unfruchtbar werden, und aus den einst grünen Wiesen schoss dichtes Gehölz hervor.

77 Fortan mussten die Menschen ihre Nahrung im Schweiße ihrer Arbeit erbringen.

78 Auch hatten sich die Elementargötter, Riaranjoscha und Riamodan entzweit.

79 Riamodan vertrocknete Riaranjoschas Quellen, und diese löschte sein Feuer zur Strafe.

80 Nicht selten herrschte Trockenheit oder Überschwemmung und weil sie nicht gemeinsam auf Erden walten konnten, so wies Riason jedem sein Land auf Erden zu.

81 Die Flutlande und Wüsten entstanden.

82 Riaranjoscha hatte ihre Position als geliebte, lebensspendende Göttin des Wassers behalten, während Riamodan von den meysten Menschen wegen der Zerstörung gefürchtet, von den Kriegern aber als Gott des Krieges geehrt wurde.

83 Und so die Krieger fortan Riamodan anriefen, da er Ischan im Kampfe unterstützt, so beschloss Riason sie in die Flutlande zu senden, auf dass sie im ewigen Kampf gegen das Element stehen sollten.

84 Und da sich die Menschen nun gegenseitig töteten, wuchs die Macht Riadugoras, die sich mit der Stärke die ihr gegeben aus den Geschicken der Menschen und dem Streit der Götter heraushielt.

85 Sie zeigte sich denen gütig, die durch das Schwert zu ihr gesandt wurden, und verzieh denen, die töteten, wenn ihre Zeit gekommen war.

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