Heute ist der 2. Saatmond 22 n.B.

47 Duell und Tod der Väter

48 Natan erkannte, dass der Zwist zu groß war, und er fürchtete die Gefahren des Kampfes, denn er wusste, dass es ein Gemetzel geben würde an den seinen und so hätte es keinen gegeben, der die Wunden der Mannen Ischans hätte heilen können und auch sie wären mit ihnen gefallen.

49 Und so forderte er Ischan zum Duell.

50 Der Sieger sollte die Stämme führen und über ihr Schicksal gebieten.

51 Und wie Natan es gewollt, so wollten es auch die Götter, denn sie sahen ihre Schöpfung bedroht vom Hass der Menschen.

52 Einen Mond lang hetzten sich die beiden Väter über Riaplots Angesicht.

53 Natans Dämonen, von Riaranjoscha zur Hilfe gesandt, durchzogen den Himmel, um gleich darauf von Ischans gleißendem Schwert, welches sie von den Flammen Riamodans erglüht, zurück in ihre Sphären sandte.

54 Durch Natans Gewalt schoben sich Berge auf und Ischans Stahl durchfurchte Riaplots Leib mit Schluchten.

55 Am nullten Tag zu Anfang, trafen die beiden Gegner auf dem Dugor Harog aufeinander.

56 In seiner Hand wie in Bärenprank`

57 führt Ischan sein Schwert, so blank!

58 Sein Blick der ruht auf Natans Kehl`

59 auf das sein Streich sie nicht verfehl`

60 Natan weise und schlank gebaut

61 als er nun in des Todes Auge schaut

62 ruft gewaltige Mächte in der Not

63 und reißt seinen Bruder mit in den Tod.

(aus dem Großen Lied)

Vers 64-66 Krieg der Bruderstämme

64 Krieg der Bruderstämme

65 Das Volk der Menschen war nun ohne Führung, und der Zwist war zu groß die Unterschiede zu tilgen. Und unumgänglich war der Kampf zwischen Schamanen und Kriegern.

66 In blutigen Schlachten rieben sich die beiden Heere auf und zerstreuten sich in alle Himmelsrichtungen.

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