Heute ist der 2. Saatmond 22 n.B.

18 Der Anbeginn der Zeyt

19 Wo damals noch die Götter geeint über eine blühende Welt herrschten, wo damals die Menschen noch sorglos und frei waren, wo damals Krieg und Zorn so fremd waren, dort standen gemeinsam an der Spitze der Götter, Riasion, der gutmütige Gott der Sonne, und Riasina, die wunderschöne Göttin des Mondes.

20 Sonne und Mond erstrahlten zur selben Zeit in der immerwährenden Tagnacht, über der damals so fruchtbaren Ebene Riaplots.

21 Riason, der Sohn der beiden Himmelsgötter, stand sorglos hinter seinen Eltern.

22 In steter Bindung standen auch Riaranjoscha, die liebevolle Wassergöttin und Riamodan, der temperamentvolle Gott des Feuers.

23 In ihrem immerwährenden Gleichgewicht bescherten sie den Menschen heilende Quellen, schützten sie vor Flut und Brand und hoben sie durch die Gabe der Handhabung von Feuer von den Tieren ab.

24 Riaplot, der mächtige Erdgott, liebte das Geschlecht der Menschen sehr. Er ließ sie auf seinem Leibe weilen, versorgte sie mit Nahrung und erfreute sich an ihrem Dasein.

25 Und obgleich alles wunderbar, so wussten es die Menschen nicht als solches Werk der Götter zu erkennen.

26 Sie weilten ein glückliches, unbeschwertes Leben, tranken Riaranjoschas Wasser, wärmten sich unter Riasions Angesicht, speisten von Riaplots Gaben, vermehrten sich, um am Ende in Riadugoras hütende Arme zu sinken.

27 Sie lebten nur um zu leben in Göttlichem Frieden.

28 Und wie es war, so hatten die Götter ihre Freude daran, denn es war ihr Wille, weil sie es gemacht hatten wie es war.

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