Heute ist der 2. Saatmond 22 n.B.

245 Tilgung der Schande

246 Doch die Götter senkten ihre Häupter in der Trauer um ihre Kinder und hoben die Wut ihrer Stimmen gegen die Verstoßenen, die ihnen den Wein und das Bier gebracht, und sie im Frevel verführt.

247 Doch auch ihre Kinder waren nicht frei von Schuld und so riefen sie eine Priesterin zu sich und sprachen zu ihr:

248 Siehe, unser Wille ist gebrochen, doch dies ist nicht ungestraft.

249 Die Gunst wird euch Kindern gewiss sein, doch müsst ihr diesen Frevel sühnen.

250 Gehet zu den Verstoßenen und lasst sie uns weihen und unsere Namen in ihren Wäldern, Bergen und Hügeln anrufen und uns Opfer bringen.

251 Und wollen sie uns ihre Treue nicht geben, so tötet sie mit dem Schwert.

252 Denn wir sind der Weg aus der Dunkelheit, wir sind das Licht in finsterer Zeit, wer uns anruft wird der Weisheit gewahr.

253 Und sie erkoren einen Schmied, der frei von Sünde war, ein Schwert aus dem Erz der Berge und mit Feuer aus dem Holz der Wälder zu schmieden und hießen ihm das glühende Eisen, mit dem die Halbmenschen gerichtet werden sollten, in den Quellen der Hügel zu löschen.

254 Und sie erkoren einen Krieger, den gottesfürchtigsten unter ihnen zum Richter über die Gesetzesbrecher.

255 Und sie taten, wie es ihnen geheißen, um ihre Brüder und Schwestern von der Schuld zu befreien. Und man nannte das Schwert Siebenstreich, weil seine Klinge so scharf und lang war, dass der erste Schlag sieben Frevler auf einen Streich richtete und seinen Träger nannte man den Wächter Siebenstreichs.

256 Und er richtete mit der Klinge, deren Eisen aus dem Erz der Berge, im Feuer aus dem Holz der Wälder geschmiedet und im Wasser der Quellen aus den Hügeln gehärtet, die Verstoßenen vom Berge, aus den Wäldern und aus den Hügeln bis die Schuld von Riaplots Antlitz getilgt.

257 Und die Zeiten strichen vorüber und der Frieden kehrte ein.

258 Und mit dem Frieden wuchs die Sicherheit und man hatte Zeit die Felder zu bestellen und das Vieh zu versorgen.

259 Und sie ehrten die Götter und ernteten reich.

260 Aber wie es schon einst gewesen, brachte der Überschuss, den die Fleißigen und Gottesfürchtigen erbrachten, den Faulen und Gottlosen die Muße.

261 Und so beschäftigten sie sich mit dem Stolz und der Ehre und hatten beide einst gedient um die Menschen zur Arbeit zu treiben und um die Göttliche Ordnung aufrecht zu erhalten, so diente er einigen nun, um den Hass zu sähen und Macht zu ernten.

262 Und als die Wogen des Bösen unter den Menschen wieder hoch schlugen, da kamen die Götter und sprachen:

263 Sehet, wir gaben euch eure Ernte nicht, um zu essen und Zeit für den Krieg zu haben.

264 Und sie wussten um den Hass der Stämme, der zwischen den Ahnen des Ischan und denen des Natan schwelte vom Anbeginn der Zeit.

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